Klaus-Peter Jörns

Inhaltsverzeichnis

   print

Inhaltsverzeichnis

 
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
 
 
 
Erster Teil:
Vom Unbehagen in der Liturgie . . . . . . . . . . . . . . . 19
 
Das Unbehagen über das Sühnopfermahl im christlichen
Gottesdienst wächst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Auch viele Passionslieder erzeugen heute Widerstand gegen die
Sünden- und Kreuzestheologie . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Verwandelt beim Abendmahl das gemeinsame Essen die Essenden
substantiell? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Kann man sich beim Abendmahl auch den Tod holen? . . . . . 25
Musste Jesus unseretwegen sterben? . . . . . . . . . . . . . . . 26
Bei einer Opfermahlfeier geht es, ob es Liturgen wollen oder nicht,
auch um das Thema Gott und ›heilige‹ Gewalt . . . . . . . . . 28
Gewalt erzeugt keinen Frieden . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Die Hinrichtung Jesu ist kein von Gott inszeniertes Heilsdrama
und das Abendmahl keine Gelegenheit, kannibalistische
Tendenzen in uns zu bekämpfen . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Die »heilige Gewalt« der Opfermahlfeier hat Verhaltensmuster
sanktioniert, die bis in die Gegenwart hinein wirksam sind . . . 36
Wir haben die Aufgabe, an opferfreie Gottesdienstmodelle in der
Liturgiegeschichte anzuknüpfen . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Dass Gott uns bedingungslos liebt, ist das einzige Geheimnis des
Glaubens, und das hat Jesus offenbar gemacht . . . . . . . . . 40
Die jüdisch-hellenistische Kultur, in der Neues Testament und
erste Liturgien entstanden sind, ist nicht die Norm für uns . . . 41
Auch in der evangelischen Kirche ist es im Grunde bei der
»Deutschen Messe« geblieben . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Liturgie und Glaube müssen einander korrespondieren . . . . . 45
Eine Liturgie verlangt nach authentisch Christlichem und nach
Authentizität der Gläubigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Dass eine Liturgie »die Sache des Volkes betreibt«, muss das Volk
auch erkennen können . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Das Modell des Hofzeremoniells folgt einer überholten Sicht des
Menschen und hat den Anfang unserer Liturgien verdorben . . . 50
Dank, ohne die Leiden in der Welt zu sehen, ist lieblos . . . . . 52
 
Zweiter Teil:
Vorgaben Jesu für eine christliche Liturgie . . . . . . . . 55
 
1. Von welchem Jesus reden wir? . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Es ist höchste Zeit, dass die Wahrnehmungstheorie in der
Theologie stärker beachtet wird . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Die historische Kritik kann uns helfen, den wahrgenommenen
Jesus von den Wahrnehmenden zu unterscheiden . . . . . . . . 58
Die Wahrnehmungstheorie nötigt uns dazu, die historische Kritik
durch eine theologische Kritik unserer Überlieferungen zu Ende
zu führen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
 
2. Jesus hat beim Leiden der Menschen angesetzt . . . . . . . 62
Der »Heilandsruf«: Jesus hat die Religionsgeschädigten eingeladen,
über Gott nichts Liebloses mehr zu glauben . . . . . . . . . . . 62
Jesus hat die Konturen des therapeutischen Gottes vertieft . . . . 64
Jesus hat sich mit den Leidenden identifiziert . . . . . . . . . . 65
 
3. Jesus hat seine Jünger bevollmächtigt, als Söhne und
Töchter Gottes die ›Gottessohnschaft‹ anzunehmen und
einander Sünden zu vergeben . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Jesus hat die Gottessohnschaft auf die Friedensstifter und anderen
Geisteskinder Gottes übertragen . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Sünden zu vergeben, heißt Frieden zu stiften, und hängt von
keinem Ritus oder Amt ab . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
Sündenvergebung bezeugt Gottes unmittelbare Gegenwart im
Geist und bedarf keiner Stellvertretung oder Sühneleistung . . . 72
 
4. Das Vaterunser ist die betende Einübung in die
Gotteskindschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
Kurze Auslegung des Vaterunsers . . . . . . . . . . . . . . . . 74
 
5. Die frühchristliche Mahlpraxis schloss an die Mahlfeiern Jesu
und seiner Jünger an . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
Die Verfeindung zwischen Juden und (Juden-)Christen hat eine
eigenständige christliche Festpraxis nötig gemacht . . . . . . . 80
Das »Brotbrechen« als Begriff für die Mahlfeier spricht von einer
Mahlfeier, die nichts mit der späteren »Abendmahlstradition«
zu tun hatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
 
 
Dritter Teil:
Wie Jesus in den ersten christlichen Liturgien
 
wahrgenommen und erinnert wurde . . . . . . . . . . . 85
 
1. Jesu ganzes Leben als Offenbarung der Liebe Gottes . . . . 85
1.1. Die Eucharistie-Feier der Didaché ist der Mahlpraxis Jesu von
der Struktur her verwandt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
1.2. Das Johannesevangelium stiftet die Fußwaschung als Sakrament
der dienenden Liebe und als zentrale Gedächtnisfeier des
Beispiels Jesu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
Durch einen Nachtrag ist versucht worden, das Johannesevangelium
der frühkirchlichen Abendmahlsüberlieferung
anzupassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
Und was ist mit dem »Lamm Gottes« und mit dem einzigen Sohn,
den Gott der Welt »gegeben hat«? . . . . . . . . . . . . . . . . 104
 
2. Der Tod Jesu als Opfer und Heilsgabe . . . . . . . . . . . . 105
2.1. Ebenen, die sich mit der Frage nach der Entwicklung der
Mahlfeier zur Opfermahlfeier verbinden . . . . . . . . . . . . 105
Die Umformung der christlichen Mahlfeier beginnt, als sie mit der
Deutung des Todes Jesu als Opfer verschmolzen wird . . . . . . 109
Der Einfluss des antiken Opfermahlrituals auf die Struktur der
Passionsgeschichte und der Abendmahlsüberlieferung . . . . . . 112
Die judenchristlich-hellenistische Abendmahlsüberlieferung und
ihre vier Perspektiven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
Markus und Matthäus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
Paulus und Lukas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125
Die vielen Perspektiven und das eine Geschehen im Hintergrund . 129
Fazit: Die Theologie der Opfermahlliturgie ist in Konkurrenz zur
Verkündigung Jesu getreten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131
2.2. Übergänge von der Deutung des Todes Jesu als Sühnopfer zur
Messliturgie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135
Die »Gaben« Brot und Wein werden durch priesterliches Handeln
in Leib und Blut Jesu verwandelt, in denen der Christus nun
»objektiv« gegenwärtig ist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
Die Struktur antiker Opferhandlungen setzt sich durch . . . . . 138
Treibende Kräfte in der Entwicklung vom jüdischen Gastmahl
zum Messopfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141
Gegenwärtig benutzte kirchliche Fassungen der Abendmahlsüberlieferung
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145
 
Vierter Teil:
Lebensgaben Gottes feiern. Liturgien ohne Sühnopferund
Erwählungsvorstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . 149
 
1. Kriterien für eine christliche Liturgie aufgrund der Vorgaben
Jesu und heutiger theologischer Grundentscheidungen.
Thesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149
 
2. Eine Liturgie ohne Sühnopfer- und Erwählungsvorstellungen 156
2.1. Zur Struktur der Liturgie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
2.2. Die Schritte der Liturgie, ohne Zuordnung zu einer bestimmten
Form . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 159
2.3. Gottesdienste mit unterschiedlichen Akzenten . . . . . . . . 174
2.3.1. Gottesdienst mit wechselseitiger Lossprechung und
Abendmahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175
2.3.2. Gottesdienst mit Feier von besonderen Lebensgaben Gottes 177
2.3.3. Gottesdienst mit Feier des Tanzes als Lebensgabe Gottes . 179
2.3.4. Gottesdienst mit einer Fußwaschung . . . . . . . . . . . 181
2.3.5. Gottesdienst mit kontemplativer Stille . . . . . . . . . . 183
 
3. Kreuzesmeditationen
mit Zeichnungen von Cordelia Heymann . . . . . . . . . . 185
 
4. Drei Lieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189
 
5. Liturgie für die Bestattung eines Haustieres . . . . . . . . . 191
 
Fünfter Teil:
Chancen und Probleme einer gottesdienstlichen
Ökumene der Konfessionen und Religionen . . . . . . . 195
 
1. Chancen und Probleme einer interkonfessionellen gottesdienstlichen
Ökumene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 196
 
2. Chancen und Probleme einer interreligiösen gottesdienstlichen
Ökumene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202
 
3. ›Versäumte Lektionen‹ für Feste im Kirchenjahr.
Ein kleines Lektionar außerbiblischer Lesungen für eine
christliche Liturgie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 208
3.1. ZuWeihnachten / Epiphanias . . . . . . . . . . . . . . . . . 209
Willkommensgruß an den neugeborenen Muhammad . . . . . 209
3.2. Zum Jahreswechsel / Schöpfungsgedenken, und zugleich zum
liebevollen, vergebenden Gott . . . . . . . . . . . . . . . . . 210
Hymnus an Amun-Re . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 211
Amunhymnus aus dem Thebanischen Amunritual Ramses II. für
Amenophis I. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214
»Kleiner Sonnenhymnus« des Pharaos Echnaton . . . . . . . . 215
3.3. Zur Hoffnung auf Barmherzigkeit und Heilung von Gott,
zugleich auf Auferstehung vom sozialen Tod . . . . . . . . . 217
Ein Hymnus auf Marduk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217
Der große Hymnus auf die Göttin Gula . . . . . . . . . . . . . 219
3.4. Unheils- und Heilsprophetie . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220
Die ägyptische Prophezeiung des Neferti . . . . . . . . . . . . 220
3.5. Zur mystischen Beziehung von Gott und Mensch . . . . . . . 222
Chandogya-Upanishad III, 14, 1-4 . . . . . . . . . . . . . . . 222
Dschalâl ad-Dîn Muhammad Rûmî (oder: al-Balchi): Gebet . . . 223
Hinduistisches Gebet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 224
3.6. Zum Ursprung des Todes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 225
Ein melanesischer Mythos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 225
3.7.Weisheit angesichts des vergehenden Lebens . . . . . . . . . 225
Das Antef-Lied . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 226
Ein Harfnerlied aus dem Grab des Gottesvaters Neferhotep in
Theben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 227
3.8. Zum Sinn des Lebens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228
Auszüge aus zwei Tragödien von Sophokles (497/496-406 v.Chr.) . 228
Die Sinnfrage angesichts des Alters und menschlicher Neigung zur
Gewalttätigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228
Die Sinnfrage angesichts der Bedrohung göttlich gebotener
Menschlichkeit durch staatliche Willkür . . . . . . . . . . . . . 231
 
Literatur- und Namenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . 235